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	<title>Friedenswiki Münster - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-06-19T09:06:20Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://friedenswiki-muenster.de/index.php?title=Friedensleiter&amp;diff=9733</id>
		<title>Friedensleiter</title>
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		<updated>2023-02-26T20:21:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jasmin.B.: Die Seite wurde neu angelegt: „==Friedensleiter==  Die '''Friedensleiter''' (oder auch Himmelsleiter genannt) ist eine Kunstinstallation der Wiener Künstlerin Billi Thanner, die seit September 2022 an der Lamberti-Kirche in Münster strahlt. Ursprünglich sollte die Leiter bis März 2023 zu sehen sein, der Abbau ist nun jedoch erst für den Herbst 2023 vorgesehen.  ===Die Friedensleiter===  Am Innenteil der Kirche hängt die goldgelbe Leiter und ist insg…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Friedensleiter==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Friedensleiter''' (oder auch Himmelsleiter genannt) ist eine Kunstinstallation der Wiener Künstlerin Billi Thanner, die seit September 2022 an der [[Lamberti-Kirche]] in [[Friedensstadt Münster|Münster]] strahlt. Ursprünglich sollte die Leiter bis März 2023 zu sehen sein, der Abbau ist nun jedoch erst für den Herbst 2023 vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Friedensleiter===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Innenteil der Kirche hängt die goldgelbe Leiter und ist insgesamt 48 Meter hoch. Die Höhe am Außenturm beträgt 36 Meter. Im Innenraum ist sie 12 Meter lang und hat 21 Sprossen. Oben am Turm hat das Kunstwerk 33 leuchtende Sprossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Bedeutung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 33 Sprossen der Friedensleiter sollen für genauso viele Tugenden stehen, wie zum Beispiel Liebe, Achtsamkeit oder Dankbarkeit – und dafür, ''„niemals den Glauben an das Gute zu verlieren“'' so Thanner. Das Kunstwerk sei als Symbol der Hoffnung in Zeiten der Krise gedacht und soll den Weg der Menschen zu Gott symbolisieren. Während des G7-Treffens Anfang November taufte Oberbürgermeister Markus Lewe das ursprünglich als Himmelsleiter bekannt gewordene Kunstwerk in &amp;quot;Friedensleiter&amp;quot; um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Friedensleiter bis Herbst 2023 zu sehen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 03. September 2022 wurde die Leiter zum münsterschen Schauraum erstmals eingeschaltet. Seitdem erfreut sich das Kunstwerk größter Beliebtheit. Da sich 2023 der [[Westfälischer Friede|Westfälische Frieden]] zum 375. Mal jährt, bereitet sich Münster seit einiger Zeit mit vielen Akteuren und Partnern aus der Stadtgesellschaft auf dieses besondere Jubiläumsjahr vor. Dieses Jubiläum soll nicht nur die Geschichte berücksichtigen, sondern vor allem die Aufmerksamkeit auf die Gegenwart und Zukunft richten. Deshalb haben sich die Künstlerin, die Stadt und die Kirchengemeinde dafür entschieden, die Friedensleiter als Symbol zum Frieden bis in den Herbst hinein an Ort und Stelle zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einzelnachweise===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.muenster.de/pressemeldungen/web/frontend/output/standard/search/1/design/standard/page/1/show/1121592 Pressemeldung der Münster-Webseite]&lt;br /&gt;
[https://www.domradio.de/artikel/himmelsleiter-leuchtet-der-lambertikirche-muenster?utm_source=google&amp;amp;utm_medium=cpc&amp;amp;utm_campaign=dyn&amp;amp;gclid=Cj0KCQiAxbefBhDfARIsAL4XLRpuiYTmPc0E0chS03fld2HJUoPWSjyqlUDxHr5UToW-O8HDEa5in44aAvf5EALw_wcB Artikel der Domradio-Webseite]&lt;br /&gt;
[https://www.allesmuenster.de/billi-thanner-himmelsleiter-ein-symbol-des-friedens/ Artikel des Alles-Münster-Onlinemagazins]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jasmin.B.</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://friedenswiki-muenster.de/index.php?title=Frieden_beginnt_in_meiner_Stadt&amp;diff=9717</id>
		<title>Frieden beginnt in meiner Stadt</title>
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		<updated>2023-02-08T19:37:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jasmin.B.: Die Seite wurde neu angelegt: „==Frieden beginnt in meiner Stadt==  '''Frieden beginnt in meiner Stadt''' war im Wintersemester bzw. im Schuljahr 2017/18 ein gemeinsames Projekt der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Kapuziner Münster und der Katholischen Hochschule NRW, Abteilung Münster, wie auch der Marienschule Münster. Das Projekt war Teil der Bell-Amani-Friedens-Stiftung, von deren Gründer, Herrn Claude Kalume wa Mukadi Dah Vignon, die Idee und der Name des Projektes…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Frieden beginnt in meiner Stadt==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Frieden beginnt in meiner Stadt''' war im Wintersemester bzw. im Schuljahr 2017/18 ein gemeinsames Projekt der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Kapuziner Münster und der Katholischen Hochschule NRW, Abteilung Münster, wie auch der Marienschule Münster. Das Projekt war Teil der Bell-Amani-Friedens-Stiftung, von deren Gründer, Herrn Claude Kalume wa Mukadi Dah Vignon, die Idee und der Name des Projektes stammen. Anlass für die Erstellung des Friedensstadtplans war der 101. Deutsche Katholikentag, der vom 09. bis 13. Mai 2018 in Münster unter dem Motto „Suche Frieden“ stattfand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Beteiligten am Friedensstadtplan===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Projekt bot sich besonders im Wintersemester bzw. im Schuljahr 2017/18 an, da im Jahr 2018 nicht nur der Deutsche Katholikentag in Münster stattfand, sondern auch weil es das Europäische Kulturerbe-Jahr war und in dem Zusammenhang die Stadt Münster in mehreren Ausstellungen und Veranstaltungen an Krieg und Frieden in Europa erinnerte, so wie an den Beginn des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] 1618 und an das Ende des Ersten Weltkrieges 1918. Die Beteiligten am Friedensstadtplan wurden aufgefordert, ihren je eigenen Friedensort in der Stadt Münster zu suchen und vorzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Differenzen zwischen den beteiligten Projektpartnern===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der stetigen Arbeit an den Friedensorten hatte die Gruppe der beteiligten Studierenden bedauert, dass nicht die Verschiedenartigkeit der Studierendenschaft bzw. der Stadtbevölkerung widerspiegelt wurde. So fehlte vor allem die Perspektive von Geflüchteten. Diese wäre aber erwünscht, da Frieden an Orten beginnt die beispielhaft für eine gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am Leben in der Stadt stehen. Außerdem wurde bei der Suche nach Friedensorten deutlich, dass vor allem Orte gewählt wurden, an denen man persönlich zur Ruhe kommen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den kurzen Texten in dem Friedensstadtplan haben die Studierenden auch ausführlichere Texte zu ihren Friedensorten geschrieben. Diese sollten eigentlich auf einer eigenen Webseite zum Friedensstadtplan veröffentlicht werden. Da es allerdings Differenzen zwischen den beiden Hochschulen und das bischöfliche Mädchengymnasium mit der Bell-Amani-Friedens-Stiftung gab, wurde ihre Zusammenarbeit beendet und die längeren Texte wurden als PDF-Datei zum Herunterladen für die Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Zudem wurde das Vorwort aus dem eigentlichen Friedensstadtplan entnommen, weshalb es ebenfalls online zu lesen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Durchführung und Veröffentlichung des Projektes===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schülerinnen der Marienschule arbeiteten innerhalb des Politik-, Religions- und Kunstunterrichts an dem Projekt, während die Studierende des Magister-Studiengangs Katholische Theologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Kapuziner daran arbeiteten. An der Katholischen Hochschule NRW beschäftigten Studierende der Bachelor-Studiengänge Soziale Arbeit und Heilpädagogik an dem Projekt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pünktlich zum Katholikentag (09. bis 13. Mai 2018) erschien im Aschendorff Verlag die Broschüre „Frieden beginnt in meiner Stadt. Friedensstadtplan Münster“. Der Herausgeber ist Claude Kalume wa Mukadi Dah Vignon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einzelnachweise===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://katho-nrw.de/fileadmin/media/hochschule/Lehrende/Tafferner_Andrea/Frieden_beginnt_in_meiner_Stadt._Friedensstadtplan_Muenster._27_Essays_KatHO_NRW_2018.pdf Friedensstadtplan kostenfrei herunterladen]&lt;br /&gt;
[https://www.amazon.de/Frieden-beginnt-meiner-Stadt-Friedensstadtplan/dp/3402133288 Friedensstadtplan bei Amazon kaufen]&lt;br /&gt;
[https://www.wn.de/muenster/frieden-hat-in-munster-viele-platze-1115409?&amp;amp;npg Artikel zum Friedensstadtplan in den Westfälischen Nachrichten]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jasmin.B.</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://friedenswiki-muenster.de/index.php?title=N%C3%BCrnberger_Exekutionstag&amp;diff=463</id>
		<title>Nürnberger Exekutionstag</title>
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		<updated>2023-01-23T17:16:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jasmin.B.: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Nürnberger Exekutionstag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Radierung - Nürnberger Exekutionstag - 1650.jpg |thumb|Der Nürnberger Exekutionstag (zeitgenössische Radierung)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Nürnberger Exekutionstag''' diente nach Beendigung des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] durch den [[Westfälischer Friede|Westfälischen Frieden]] in [[Friedensstadt Münster|Münster]] und [[Friedensstadt Osnabrück|Osnabrück]] der Klärung von offengebliebenen Fragen. Der Kongress fand zwischen April 1649 und Juli 1650 in Nürnberg statt. Im Nürnberger Reichs-Friedens-Rezess wurden die Ergebnisse vom 26. Juli 1650 aufgeschrieben. Behandelt wurden insbesondere Probleme der Demobilisierung und den Abzug der Truppen aus den besetzten Gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Geschichte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Exekutionstag trafen sich Gesandte aus Schweden und Frankreich mit Gesandten des Kaisers sowie mit zahlreichen Gesandten der Reichsstände. Die Hauptverhandlungsführer waren Octavio Piccolomini auf Seite des Kaisers und Karl Gustav auf Seite der Schweden. Die Verhandlungsdelegationen fanden im Großen Saal des Alten Rathauses in Nürnberg statt. Während des Kongresses wurde am 25. September 1649 zum Anlass der Unterzeichnung des Interims-Recesses ein großes Friedensmahl veranstaltet. Gastgeber war Karl Gustav. Nach Beendigung des Exekutionskongresses im Juli 1650 blieben noch viele Probleme bei der Gestaltung der zukünftigen Friedensordnung in Europa ungelöst. Truppen des Herzogs von Lothringen, die am Westfälischen Frieden nicht mit eingeschlossen waren, bedrängten die Gebiete am Niederrhein. Erst im Stettiner Rezess am 14. Mai 1653 konnten die Ansprüche Schwedens im Norden des Reiches mit dem Kurfürstentum Brandenburg geklärt werden. Friedrich Wilhelm von Brandenburg versuchte Karl Gustav seinen Anteil am Jülisch-Klevischen Erbe streitig zu machen. Zu Gedenken an den Nürnberger Frieden und als Mahnmal für den Dreißigjährigen Krieg verfügte Ferdinand III. 1650 die Errichtung eines Monumentum Pacis in Nürnberg, das symbolisch aus abgerüsteten und eingeschmolzenen Kanonen gegossen werden sollte. Das von Georg Schweigger und Christoph Ritter bis 1668 geschaffene barocke Monumentalwerk, der sogenannte Neptunbrunnen, wurde jedoch aus Kostengründen zunächst nicht von der Stadt Nürnberg aufgestellt, sondern nach St. Petersburg verkauft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Inhalt der Nürnberger Rezesse===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse der Beratungen wurden zum einen in dem sogenannten Interims-Rezess, der im September 1649 beschlossen wurde, und zum zweiten als Abschluss in dem Reichs-Friedens-Rezess vom Juli 1650 zusammengefasst. Die zwei Rezesse enthielten Vereinbarungen zu Abrüstungs- und Finanzierungsfragen, vor allem zugunsten von Schweden. Ebenfalls waren detaillierte Abmachungen zu Räumungen, Rückgaben und Standortveränderungen zugunsten Frankreichs im Westen des Reiches enthalten. Es wurde der Abzug und die Auflösung der schwedischen Truppen festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ausführung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Vorverhandlung wurde 1649 vereinbart, dass die kaiserlichen Truppen Lindau, die Wülzburg, den Hohenasperg und die Besatzung Regensburgs räumen. Im Gegegenzug würden die Schweden ihnen in den habsburgischen Gebieten die Prager Kleinseite, Tábor, Leitmeritz, Brandeis und weitere kleinere Schlösser zurückgeben. Der Abschlussrezess im Juli 1650 regelte den Abzug der verbleibenden Besatzungen in drei Terminen. Für den Abzug der kaiserlichen Besatzungen aus Rottweil, Offenburg, Ehrenbreitstein und Höxter räumten die Schweden Olmütz und die von ihnen besetzen Orte in Schlesien. Zur selben Zeit lösten die Schweden, die noch auf Reichsgebiet standen, ihre verbleibenden Truppen auf. Die kaiserlichen Truppen im Westfälischen Reichskreis wurden ebenfalls vollständig aufgelöst, während ein Teil der restlichen kaiserlichen Armee erhalten blieb und unter Ernst von Traun zu einer Wehrmacht umgewandelt wurde. Die Niederlande konnte in dem Vertrag nicht mitberücksichtigt werden, daher blieben niederländische Truppen noch länger in Osfriesland und am Niederrhein. Auch der Abzug von Spanien erfolgte erst im Jahr 1652 gegen finanzielle Kompensation und die Erlaubnis, im Gegenzug die Reichsstadt Besançon in die spanische Franche-Comté einzugliedern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ergebnisse===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rezesse regelten über hundert Jahre lang die politische Neuordnung Mitteleuropas nach Ende des Dreißigjährigen Krieges. Sie wurden als Durchführungsbestimmungen des Westfälischen Friedens und als wichtige Ergänzungen sowie Präzisierungen als Reichsgrundgesetz behandelt und direkt in den Abschied des Reichstages vom 17. Mai 1654 als Jüngster Reichsabschied aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einzelnachweis===&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger_Exekutionstag Hier geht es zur Wikipedia-Webseite]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jasmin.B.</name></author>
	</entry>
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		<id>https://friedenswiki-muenster.de/index.php?title=Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg&amp;diff=462</id>
		<title>Dreißigjähriger Krieg</title>
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		<updated>2023-01-23T17:12:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jasmin.B.: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Dreißigjähriger Krieg==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Dreißigjährige Krieg''' von 1618 bis 1648 war ein Konflikt um die Führung im Heiligen Römischen Reich und in Europa. Aus den Religionsstreitigkeiten ging der Krieg hervor. Er endete jedoch als Territorialkrieg, in den sich dann europäische Großmächte einmischten. Beteiligt an dem Krieg waren der habsburgische Kaiser des Reiches und dessen spanische Verwandte sowie die Herrscher Dänemarks, Schwedens, der Niederlande und Frankreichs. Erst durch den europäischen Friedenskongress von [[Stadt Münster|Münster]] und [[Friedensstadt Osnabrück|Osnabrück]], der in den Jahren 1641 und 1648 stattfand, konnte der Krieg beendet werden. Der Dreißigjährige Krieg ist in der Geschichte als einer der längsten und blutigsten Kriege Europas eingegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte und Auslöser für den Krieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1517 wurde die römisch-katholische Kirche zwischen Katholiken und Protestanten gespalten. Durch ein Reichsgesetz, den sogenannten Augsburger Religionsfrieden aus dem Jahr 1555, erhielt jeder Fürst die Erlaubnis zur freien Religionsausübung in seinem Land. Da jedoch die Kaiser des Heiligen Römischen Reiches überwiegend aus dem katholisch geprägten Adelsgeschlecht der Habsburger stammen, wurde der Religionsfrieden im späten 16. Jahrhundert immer weniger geschätzt. Daraufhin entstand die Vereinigung der Protestantischen Union und die Gegenbewegung der Katholischen Liga. Durch den Religionskonflikt war nun das Reich in zwei Lager gespalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Böhmen war größtenteils protestantisch und besaß die entscheidende Stimme für die Königswahl. Daran störte sich der Adel. Der damalige herrschende Kaiser akzeptierte die Glaubensfreiheit nicht mehr und versuchte, die gesamte Bevölkerung mithilfe des Landesherren Ferdinand zu katholisieren. Am 23. Mai 1618 kam es zur Eskalation zwischen Protestanten und den katholischen Machthabern, und somit auch zum entscheidenden Auslöser für den Dreißigjährigen Krieg, dem sogenannten Prager Fenstersturz. Die böhmischen Stände verbündeten sich zum Widerstand und stürzten die drei königlichen Statthalter gewaltsam 17 Meter tief aus einem Fenster. Alle drei Männer überlebten den Sturz. Einige der Gründe dafür könnten ihre dicken Mäntel sein und die Tatsache, dass sie sich teilweise noch festklammern konnten. Außerdem wäre es möglich, dass die nach außen hin schräge Wand ihnen zugutekam. Die Legende, sie seien auf einem Misthaufen gelandet, konnte bis heute nicht belegt werden und gilt als unwahrscheinlich. Die Widerstandskämpfer versuchten sie anschließend mit Schüssen zu ermorden, doch die Statthalter konnten fliehen. Obwohl der Fenstersturz wie eine spontane Tat wirkte, war er wahrscheinlich geplant. Der Kaiser sah darin einen Angriff auf sich selbst und wertete ihn daher als Kriegserklärung. Im Jahr 1619 wurde Ferdinand II. Kaiser. Er reagierte mit Waffengewalt auf seine Entlassung als Landesherr. Unterstützung bekam er dabei von Spanien und  Herzog Maximilian von Bayern. Nach der Schlacht am Weißen Berg in der Nacht vom 8. November 1620 eroberte diese Allianz Böhmen zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Ausweitung des Krieges===&lt;br /&gt;
ganz &lt;br /&gt;
Durch die militärische Abhängigkeit des Kaisers von anderen Fürsten weitete sich der Krieg auf ganz Europa aus. Für die Unterstützung des Kaisers verlangte der spanische König Philipp IV. einen Teil der Pfalz. Frankreich wollte jedoch nicht, dass sich die Spanier an ihrer Ostgrenze festsetzten. Die Lage in Europa verschärfte sich weiter, da das katholische Lager nach der Schlacht am Weißen Berg deutlich gestärkt war. Darum wendeten sich die Protestanten an Dänemark. König Christian IV. von Dänemark war 1625 mit seinen Geldmitteln in der Lage, einen Krieg gegen die Katholische Liga zu führen, wurde jedoch 1629 geschlagen. Da auch Schweden ein starkes katholisches Lager verhindern wollte, aber nicht an der Seite Dänemarks gekämpft hätte, nutzte Gustav Adolf von Schweden 1630 die Gelegenheit, und griff ein. Das katholische Frankreich unterstützte aus staatspolitischen Gründen die Seite der Protestanten, zunächst nur finanziell, ab 1635 jedoch auch aktiv. Durch die militärische Unterstützung von privaten Kriegsunternehmern wie Tilly gewann Kaiser Ferdinand II. an Macht, wodurch er 1629 das Restitutionsedikt erlassen konnte, das den Augsburger Religionsfrieden außer Kraft setzte und die Gesetzgebung zu Gunsten der Katholiken änderte. Der starke Machtgewinn Kaiser Ferdinands II. gefiel vielen nicht. Einige katholische Fürsten stellten sich gegen ihn und der (ebenfalls katholische) Maximilian von Bayern verbündete sich zudem mit Frankreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Ausbeutung der Bevölkerung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der hohen Kosten des Krieges musste eine Form der Finanzierung gefunden werden. Als Dänemark in den Krieg zog, nahm dessen König das Angebot des Feldherren Albrecht von Wallenstein an, auf eigene Kosten eine Armee aufzustellen. Wallenstein führte das sogenannte System der Kontributionen ein, in dem die Bevölkerung gezwungen wurde, mit Bargeld zu bezahlen. Zu Beginn funktionierte das System, doch je länger der Krieg dauerte, und als andere Kriegsparteien dieses Zahlungssystem kopierten, desto stärker wurde die Ausbeutung. Als Folge dessen kam es zu Armut, Leid, Hunger und schlussendlich einem Rückgang der deutschen Bevölkerung um ein Drittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Westfälischer Friede und die Kriegsfolgen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Westfaelischer Friede in Muenster (Gerard Terborch 1648).jpg|thumb|Der Westfälische Friede wird 1648 im Rathaus zu Münster unterzeichnet.]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1643 kamen Gesandte aus den kriegsführenden Ländern in Münster und Osnabrück zusammen, um einen Frieden auszuhandeln. Unter ungünstigen Bedingungen kamen Gesandte unterschiedlicher Nationen zusammen, sodass zunächst eine gemeinsame Sprache gefunden werden und über die Mediatoren übersetzt und weitergegeben werden musste, während zur gleichen Zeit der Krieg weiterging. Erst am 24. Oktober 1648 wurden schließlich zwei Friedensverträge unterzeichnet. Der eine Vertrag bezog sich auf den Frieden zwischen dem Kaiser, dem Reich und Schweden, der andere Vertrag auf den Frieden zwischen Kaiser und Frankreich. Der Augsburger Religionsfrieden wurde schließlich wiederhergestellt und ein friedliches Zusammenleben zwischen den Katholiken und Protestanten ermöglicht. Der [[Westfälischer Friede]] war der größte Friedenskongress der Neuzeit, der auch den Grundstein für die Zukunft Europas legte. Als Ergebnisse des Krieges erhielten die Niederlande und die Schweiz ihre Unabhängigkeit, und die Position des Habsburger Kaisers wurde geschwächt, er blieb jedoch Kaiser. Deutschland bekam eine neue politische Struktur,die sich lange halten sollte. Spanien hingegen verlor seine Machtposition. Frankreich und Schweden gingen gestärkt aus dem Krieg hervor. Schweden bekam Teile des Reiches im Norden zugeschlagen und Frankreich die Bistümer in Lothringen. Für Frankreich war dieser Frieden die Grundlage für den späteren Aufstieg zur führenden Großmacht in Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Folgen des Krieges und unter anderem auch durch die Folgen der Finanzierungsmethode gab es zwischen den Jahren 1618 und 1648 einen Bevölkerungsrückgang von ungefähr 18.000.000 auf 12.000.000 Menschen. Erst im 18. Jahrhundert erreichte Deutschland erneut den Bevölkerungsstand des Jahres 1618.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dreißigjähriger Krieg als Name===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Dreißigjähriger Krieg wurde laut verschiedenen Quellen schon kurz nach dem Westfälischen Frieden benutzt. Wahrscheinlich spielte dabei eine Rolle, dass die Dauer des Krieges die günstigste Bezeichnung war, da es sich um eine runde Zahl handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einzelnachweise===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg Der Dreißigjährige Krieg bei Wikipedia]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.planet-wissen.de/geschichte/neuzeit/der_dreissigjaehrige_krieg/index.html Der Dreißigjährige Krieg bei Planet-Wissen]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.studysmarter.de/schule/geschichte/fruehe-neuzeit/dreissigjaehriger-krieg/ Der Dreißigjährige Krieg bei Studysmarter]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.xn--dreissigjhriger-krieg-e2b.de/ Private Webseite zum Dreißigjährigen Krieg]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jasmin.B.</name></author>
	</entry>
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		<id>https://friedenswiki-muenster.de/index.php?title=Datei:Radierung_-_N%C3%BCrnberger_Exekutionstag_-_1650.jpg&amp;diff=451</id>
		<title>Datei:Radierung - Nürnberger Exekutionstag - 1650.jpg</title>
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		<updated>2023-01-18T15:15:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jasmin.B.: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jasmin.B.</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://friedenswiki-muenster.de/index.php?title=N%C3%BCrnberger_Exekutionstag&amp;diff=450</id>
		<title>Nürnberger Exekutionstag</title>
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		<updated>2023-01-18T15:13:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jasmin.B.: Die Seite wurde neu angelegt: „==Nürnberger Exekutionstag==  Der '''Nürnberger Exekutionstag''' diente nach Beendigung des Dreißigjährigen Krieges durch den Westfälischen Frieden in Münster und Osnabrück der Klärung von offengebliebenen Fragen. Der Kongress fand zwischen April 1649 und Juli 1650 in Nürnberg statt. Im Nürnberger Reichs-Friedens-Rezess wurden die Ergebnisse vom 26. Juli 1650 aufgeschrieben. Behandelt wurden insbesondere Probleme der Demobilisier…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Nürnberger Exekutionstag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Nürnberger Exekutionstag''' diente nach Beendigung des [[Dreißigjährigen Krieges]] durch den [[Westfälischen Frieden]] in [[Münster]] und [[Osnabrück]] der Klärung von offengebliebenen Fragen. Der Kongress fand zwischen April 1649 und Juli 1650 in Nürnberg statt. Im Nürnberger Reichs-Friedens-Rezess wurden die Ergebnisse vom 26. Juli 1650 aufgeschrieben. Behandelt wurden insbesondere Probleme der Demobilisierung und den Abzug der Truppen aus den besetzten Gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Geschichte===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Exekutionstag trafen sich Gesandte aus Schweden und Frankreich mit Gesandten des Kaisers sowie mit zahlreichen Gesandten der Reichsstände. Die Hauptverhandlungsführer waren Octavio Piccolomini auf Seite des Kaisers und Karl Gustav auf Seite der Schweden. Die Verhandlungsdelegationen fanden im Großen Saal des Alten Rathauses in Nürnberg statt. Während des Kongresses wurde am 25. September 1649 zum Anlass der Unterzeichnung des Interims-Recesses ein großes Friedensmahl veranstaltet. Gastgeber war Karl Gustav. Nach Beendigung des Exekutionskongresses im Juli 1650 blieben noch viele Probleme bei der Gestaltung der zukünftigen Friedensordnung in Europa ungelöst. Truppen des Herzogs von Lothringen, die am Westfälischen Frieden nicht mit eingeschlossen waren, bedrängten die Gebiete am Niederrhein. Erst im Stettiner Rezess am 14. Mai 1653 konnten die Ansprüche Schwedens im Norden des Reiches mit dem Kurfürstentum Brandenburg geklärt werden. Friedrich Wilhelm von Brandenburg versuchte Karl Gustav seinen Anteil am Jülisch-Klevischen Erbe streitig zu machen. Zu Gedenken an den Nürnberger Frieden und als Mahnmal für den Dreißigjährigen Krieg verfügte Ferdinand III. 1650 die Errichtung eines Monumentum Pacis in Nürnberg, das symbolisch aus abgerüsteten und eingeschmolzenen Kanonen gegossen werden sollte. Das von Georg Schweigger und Christoph Ritter bis 1668 geschaffene barocke Monumentalwerk, dem sogenannten „Neptunbrunnen“, wurde jedoch aus Kostengründen zunächst nicht von der Stadt Nürnberg aufgestellt, sondern nach St. Petersburg verkauft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Inhalt der Nürnberger Rezesse===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse der Beratungen wurden zum einen in dem sogenannten Interims-Rezess, der im September 1649 beschlossen wurde, und zum zweiten als Abschluss in dem Reichs-Friedens-Rezess vom Juli 1650 zusammengefasst. Die zwei Rezesse enthielten Vereinbarungen zu Abrüstungs- und Finanzierungsfragen, vor allem zugunsten von Schweden. Ebenfalls waren detaillierte Abmachungen zu Räumungen, Rückgaben und Standortveränderungen zugunsten Frankreichs im Westen des Reiches enthalten. Es wurde der Abzug und die Auflösung der schwedischen Truppen festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ausführung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Vorverhandlung wurde 1649 vereinbart, dass die kaiserlichen Truppen Lindau, die Wülzburg, den Hohenasperg und die Besatzung Regensburgs räumen. Im Gegegenzug würden die Schweden ihnen in den habsburgischen Gebieten die Prager Kleinseite, Tábor, Leitmeritz, Brandeis und weitere kleinere Schlösser zurückgeben. Der Abschlussrezess im Juli 1650 regelte den Abzug der verbleibenden Besatzungen in drei Terminen. Für den Abzug der kaiserlichen Besatzungen aus Rottweil, Offenburg, Ehrenbreitstein und Höxter räumten die Schweden Olmütz und die von ihnen besetzen Orte in Schlesien. Zur selben Zeit lösten die Schweden, die noch auf Reichsgebiet standen, ihre verbleibenden Truppen auf. Die kaiserlichen Truppen im Westfälischen Reichskreis wurden ebenfalls vollständig aufgelöst, während ein Teil der restlichen kaiserlichen Armee erhalten blieb und unter Ernst von Traun zu einer Wehrmacht umgewandelt wurde. Die Niederlande konnte in dem Vertrag nicht mitberücksichtigt werden, daher blieben niederländische Truppen noch länger in Osfriesland und am Niederrhein. Auch der Abzug von Spanien erfolgte erst im Jahr 1652 gegen finanzielle Kompensation und die Erlaubnis, im Gegenzug die Reichsstadt Besançon in die spanische Franche-Comté einzugliedern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ergebnisse===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rezesse regelten über hundert Jahre lang die politische Neuordnung Mitteleuropas nach Ende des Dreißigjährigen Krieges. Sie wurden als Durchführungsbestimmungen des Westfälischen Friedens und als wichtige Ergänzungen sowie Präzisierungen als Reichsgrundgesetz behandelt und direkt in den Abschied des Reichstages vom 17. Mai 1654 als Jüngster Reichsabschied aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einzelnachweis===&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger_Exekutionstag Hier geht es zur Wikipedia-Webseite]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jasmin.B.</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://friedenswiki-muenster.de/index.php?title=Friedensstadt_Osnabr%C3%BCck&amp;diff=415</id>
		<title>Friedensstadt Osnabrück</title>
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		<updated>2022-12-09T19:06:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jasmin.B.: Die Seite wurde neu angelegt: „==Friedensstadt Osnabrück==  Die kreisfreie Stadt '''Osnabrück''' ist ein Oberzentrum in Niedersachsen und Mittelpunkt des Osnabrücker Landes. Neben der ähnlich großen kreisfreien Stadt Oldenburg und den größeren Städten Hannover und Braunschweig zählt sie mit rund 170.000 Einwohnern (169.108 laut städtischem Melderegister) zu den vier größten Städten Niedersachsens. Die ungefähr 28.000 Studenten von Universität und Hochschule machen etwa 1…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Friedensstadt Osnabrück==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kreisfreie Stadt '''Osnabrück''' ist ein Oberzentrum in Niedersachsen und Mittelpunkt des Osnabrücker Landes. Neben der ähnlich großen kreisfreien Stadt Oldenburg und den größeren Städten Hannover und Braunschweig zählt sie mit rund 170.000 Einwohnern (169.108 laut städtischem Melderegister) zu den vier größten Städten Niedersachsens. Die ungefähr 28.000 Studenten von Universität und Hochschule machen etwa 14 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Bekanntheit erlangte Osnabrück gemeinsam mit dem ungefähr 50 Kilometer entfernten [[Münster]] als Ort der Unterzeichnung des [[Westfälischen Friedens]] im Jahr 1648.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entstehung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 780 n. Chr. gründete Karl der Große an einem Zusammentreffen wichtiger Handelsstraßen, eine Ortschaft (Osnabrück) an dem Fluss Hase. Osnabrück wurde im Jahr 800 n. Chr., dem Krönungsjahr von Karl dem Großen, zum Bistum erhoben. In den Jahren zwischen 880 bis 884 n. Chr. wurde die Osnabrücker Domburg bei Überfällen der Normannen zerstört. Im Jahr 889 n. Chr. wurde dann die Domsiedlung neu aufgebaut und Osnabrück erhielt das Markt-, Münz- und Zollrecht. Arnulf von Kärnten (um 850-899) vergab die dazugehörige Urkunde. Der Baubeginn des heutigen Osnabrücker Doms geht etwa auf das Jahr 900 zurück. Nach einem Brand im Jahr 1100 wurde der Osnabrücker Dom im Jahr 1106 von Bischof Johannes I. eingeweiht. 1147 wurde Osnabrück in einer bischöflichen Urkunde zur Regulierung der Pfarrgrenzen zwischen Dom und St. Johann erstmals als Stadt (lat.: ''Civitas'') bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dreißigjähriger Krieg und Westfälischer Frieden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Beginn des [[Dreißigjährigen Krieges]] bereitete sich Osnabrück mit Befestigungen und eigenem Soldaten auf die Verteidigung vor. Mithilfe von Diplomatie und Geldzahlungen, Drohungen und Besatzungen gelang es Osnabrück, in den ersten Kriegsjahren die Kriegsparteien zu meiden und offiziell neutral zu bleiben. Dies hatte jedoch zur Folge, dass um das Jahr 1624 ein Ersuchen Osnabrücks an den Kaiser, den Titel „Freie Reichsstadt“ führen zu dürfen, abgelehnt wurde. Innerhalb der Stadt verstärkten sich die Konflikte zwischen dem protestantischen Rat und dem Bürgertum mit dem Domkapitel und dem katholischen Bischof Franz Wilhelm von Wartenberg. Im Jahr 1628 musste sich Osnabrück einnehmen lassen, da die katholischen Truppen die protestantischen Dänen unter König Christian IV. stark zurückdrängten und die Neutralität aufgrund der katholischen Übermacht nicht mehr aufrechterhalten werden konnte. Zudem musste die Stadt Besatzungstruppen aufnehmen und versorgen, was die Bürger schwer belastete. Der Bischof nutzte die veränderten Machtverhältnisse, um Osnabrück zu rekatholisieren. Er eröffnete wieder die Klöster, und die evangelischen Prediger mussten ihre Ämter sowie die Stadt verlassen. Die evangelische Ratsschule, die als Gegenzug zur katholischen Domschule (Carolinum) gegründet worden war, musste schließen. Kinder durften ausschließlich katholisch getauft werden. Um über eine bessere Kontrolle über die Bürger zu erlangen, ließ der Bischof außerdem südlich der Stadt die Zitadellenfestung Petersburg errichten. Anfang des Jahres 1629 griff Franz Wilhelm bei den Ratswahlen ein und sorgte mit Strafandrohung für die Wahl eines mehrheitlich katholischen Stadtrates. Die vorherigen Ratsherren, die sich weigerten die Konfession zu wechseln, mussten die Stadt verlassen. Im gleichen Jahr wurde im vorherigen Augustinerkloster am Neumarkt eine Jesuitenuniversität gegründet, die dann im Jahr 1632 eröffnet wurde. Mit dem Sieg des protestantischen Schweden bei Breitenfeld im Jahr 1631 änderte sich die Kriegslage. Kurzzeitig wurde das Hochstift Osnabrück im Jahr 1633 von schwedischen Truppen unter der Anordnung von Georg von Braunschweig-Lüneburg besetzt. Dies führte die offiziell katholische Stadt und ihre Besatzer in Aufregung. Nach der Schlacht bei Hessisch Oldendorf zog die geschlagene kaiserliche Armee von Graf von Bronckhorst-Gronsfeld nach Osnabrück und verlangte Einlass, um sich neu gruppieren zu können. Der Einlass wurde der Armee vom Bischof gewährt. Wenig später kam erneut die schwedische Armee und begann den Angriff auf die Stadt. Nach zweiwöchiger Belagerung stimmten die zahlenmäßig unterlegenen Besatzer Verhandlungen zu. Am 12. September verließ die Stadtführung die Stadt, Teile der Besatzungstruppen zogen sich auf die Petersburg zurück und die Stadt wurde von den Schweden eingenommen. Die kaiserlichen Soldaten auf der Petersburg wurden noch einige Wochen belagert und angegriffen, bis sie sich anschließend beugten. Nachdem die Stadt die finanziellen Forderungen der restlichen Besatzer erfüllt hatte, zogen die Schweden geschlossen von dannen. In der Zeit danach wurden die protestantischen Zustände weitgehend wiederhergestellt. Als schwedischer Administrator des Stifts wurde Gustav Gustavson eingesetzt. Bischof Franz Wilhelm setzte sich nach Köln ab. Die Jesuitenuniversität wurde wieder aufgelöst. Die kaiserlichen Truppen konnten bis zum Jahr 1636 das Stift Osnabrück zurückerobern, ließen von einem Versuch der Rückeroberung der Stadt jedoch ab. Abgesehen von der anhaltenden Besatzung blieb Osnabrück für den Rest des Krieges vom Kriegsgeschehen weitgehend unberührt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Osnabrück und Münster vergleichsweise wenig vom Krieg zerstört wurden, wurden diese Städte im Jahr 1641 zu den Kongressorten für Friedensverhandlungen gewählt. Für den Zeitraum der Verhandlungen wurden die beiden Städte und ein sie verbindender Korridor zu neutralem Gebiet ernannt. Die schwedische Armee musste Osnabrück bis zum Verhandlungsbeginn im Jahr 1643 endgültig verlassen. Die katholischen Gesandten verblieben in Münster und die protestantischen in Osnabrück. Die Friedensverhandlungen fanden zum Teil im Osnabrücker Rathaus statt. Für den Besuch der Gesandten wurde in der Stadt erstmals eine Straßenreinigung eingeführt. Im Jahr 1647 wurde die Erlaubnis zur Schleifung der Petersburg erteilt, die dann umgesetzt wurde. Im August 1648 wurde der Friedensvertrag von Osnabrück (lat.: ''Instrumentum Pacis Osnabrugensis'', ''IPO'') verabschiedet, der den Friedensschluss zwischen dem deutschen Kaiser und Schweden erklärte. Nach der Unterzeichnung des Westfälischen Friedens am 24. Oktober 1648 in Münster, wurde er einen Tag später von der Osnabrücker Rathaustreppe den Menschen verkündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Friedensstadt heute===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Osnabrück als Friedensstadt fördert den Frieden heute gemeinsam mit einer Vielzahl von engagierten Einrichtungen sowie Vereinen und Initiativen der Bürgerschaft. Themengebiete sind die grundsätzliche Förderung der Toleranz, die interkulturelle und interreligiöse Verständigung, die Unterstützung von Friedensforschung und Menschenrechtspolitik, entwicklungspolitische Bildungsarbeit oder auch die Entwicklung bestehender internationaler Partnerschaften. Das Büro für Friedenskultur stellt eine zentrale Anlaufstelle für das friedenskulturelle und friedenspolitische Engagement in der Stadt dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einzelnachweise===&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Osnabr%C3%BCck Hier geht es zur Wikipedia-Webseite]&lt;br /&gt;
[https://www.goruma.de/staedte/osnabrueck/stadtgeschichte Hier geht es zur Goruma-Webseite]&lt;br /&gt;
[https://www.ofg.uni-osnabrueck.de/ Hier geht es zur OFG.Uni-Osnabrück-Webseite]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jasmin.B.</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://friedenswiki-muenster.de/index.php?title=Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg&amp;diff=363</id>
		<title>Dreißigjähriger Krieg</title>
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		<updated>2022-11-23T14:52:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jasmin.B.: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Dreißigjähriger Krieg==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Dreißigjährige Krieg''' von 1618 bis 1648 war ein Konflikt um die Führung im Heiligen Römischen Reich und in Europa. Durch die Religionsstreitigkeiten ging der Krieg hervor, endete jedoch als Territorialkrieg, in dem sich dann europäische Großmächte einmischten. Beteiligt an dem Krieg waren der habsburgische Kaiser des Reiches und dessen spanische Verwandte sowie die Herrscher Dänemarks, Schwedens, der Niederlande und Frankreichs. Erst durch den europäischen Friedenskongress von [[Münster]] und [[Osnabrück]] zwischen den Jahren 1641 und 1648 konnte der Krieg beendet werden. Der Dreißigjährige Krieg ist in der Geschichte als eines der längsten und blutigsten Kriegen Europas eingegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte und Auslöser für den Krieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1517 wurde die römisch-katholische Kirche zwischen Katholiken und Protestanten gespaltet. Durch das Reichsgesetz Augsburger Religionsfrieden aus dem Jahr 1555 erhielt jeder Fürst die Erlaubnis zur freien Religionsausübung in seinem Land. Da jedoch die Kaiser des Heiligen Römischen Reiches überwiegend aus dem katholisch geprägten Adelsgeschlecht der Habsburger stammen, wurde der Religionsfrieden im späten 16. Jahrhundert immer weniger geschätzt. Somit entstand die Vereinigung der Protestantischen Union und die Gegenbewegung der Katholischen Liga. Durch den Religionskonflikt war nun das Reich in zwei Spalten geteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Böhmen war zum Größtenteils protestantisch und hatte die entscheidende Stimme für die Königswahl, woran sich der Adel störte. Der damalige herrschende Kaiser akzeptierte die Glaubensfreiheit nicht und versuchte, die Bevölkerung mithilfe des Landesherren Ferdinand erneut zu katholisieren. Am 23. Mai 1618 kam es dann zu einer Eskalation zwischen den Protestanten und den katholischen Machthabern, und somit auch zu dem entscheidenden Auslöser für den Dreißigjährigen Krieg, dem sogenannten Prager Fenstersturz. Die böhmischen Stände verbündeten sich zum Widerstand und stürzten die drei königlichen Statthalter gewaltsam 17 Meter aus dem Fenster. Alle Drei konnten den Sturz überleben. Einige der möglichen Gründe dafür könnten ihre dicken Mäntel und die Tatsache, dass sie sich teilweise noch festklammern konnten, sein. Außerdem wäre es möglich, dass die nach außen hin schräge Wand zugutekam. Die Legende, sie seien auf einem Misthaufen gelandet, konnte bis heute nicht belegt werden und gilt als unwahrscheinlich. Die Widerstandskämpfer versuchten sie anschließend mit Schüssen zu ermorden, doch die Statthalter konnten fliehen. Obwohl der Fenstersturz wie eine plötzliche Tat aussah, war er wahrscheinlich geplant. Der Kaiser sah darin einen Angriff auf sich selbst und wertete ihn daher auch als Kriegserklärung. Im Jahr 1619 wurde Ferdinand II. zum Kaiser und reagierte mit Waffengewalt auf seine Entlassung als Landesherr. Unterstützung bekam er dabei von Spanien und dem Herzog Maximilian von Bayern. Nach der Schlacht am Weißen Berg in der Nacht vom 8. November 1620 eroberten sie Böhmen zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Ausweitung des Krieges===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die militärische Abhängigkeit des Kaisers von anderen Fürsten, weitete sich der Krieg auf Europa aus. Für die Unterstützung des Kaisers verlangte der spanische König Philipp IV. für seine Dienste einen Teil der Pfalz, Frankreich wollte jedoch nicht, dass sich die Spanier an ihrer Ostgrenze festsetzten. Die Lage in Europa verschärfte sich, da das katholische Lager nach der Schlacht am Weißen Berg deutlich gestärkt war. Somit wendeten sich die Protestanten an Dänemark. König Christian IV. von Dänemark war 1625 mit seinen Geldmitteln in der Lage, einen Krieg gegen die Katholische Liga zu führen, wurde jedoch 1629 geschlagen. Da auch Schweden ein starkes katholisches Lager verhindern wollte, aber jedoch nicht an der Seite Dänemarks gekämpft hätte, nutzte Gustav Adolf von Schweden 1630 die Gelegenheit, um einzugreifen. Das katholische Frankreich unterstützte aus staatspolitischen Gründen die Seite der Protestanten, zunächst nur finanziell, 1635 jedoch auch aktiv. Durch die militärische Unterstützung von privaten Kriegsunternehmern wie Tilly nahm Kaiser Ferdinand II. an Macht zu, wodurch er 1629 das Restitutionsedikt erlassen konnte, das die Regelungen des Augsburger Religionsfrieden außer Kraft setzte und zu Gunsten der Katholiken änderte. Der starke Machtgewinn Kaiser Ferdinands II. gefiel vielen nicht. Einige katholische Fürsten stellten sich gegen ihn und der katholische Maximilian von Bayern verbündete sich zudem mit Frankreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Ausbeutung der Bevölkerung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der hohen Kosten des Krieges musste eine passende Form der Finanzierung gefunden werden. Als Dänemark in den Krieg zog, nahm dessen König das Angebot des Feldherren Albrecht von Wallenstein an, auf eigene Kosten eine Armee aufzustellen. Wallenstein führte das sogenannte System der Kontributionen ein, indem die Bevölkerung gezwungen wurde mit Bargeld zu bezahlen. Zu Beginn funktionierte das System, doch je länger der Krieg dauerte und als andere Kriegsparteien dieses Zahlungssystem kopierten, desto stärker wurde die Ausbeutung. Als Folge dessen kam es zu Armut, Leid, Hungersnot und ein Rückgang der deutschen Bevölkerung um ein Drittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Westfälischer Friede und die Kriegsfolgen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1643 kamen Gesandte aus den kriegsführenden Ländern in Münster und Osnabrück zusammen, um einen Frieden auszuhandeln. Unter ungünstigen Bedingungen kamen Gesandte unterschiedlicher Nationen zusammen, sodass eine gemeinsame Sprache gefunden werden und über die Mediatoren übersetzt und weitergegeben musste, während zur gleichen Zeit der Krieg weiterhin bestehen blieb. Erst am 24. Oktober 1648 wurden schließlich zwei Friedensverträge unterzeichnet. Der eine Vertrag bezog sich auf den Frieden zwischen dem Kaiser, dem Reich und Schweden, der andere Vertrag auf den Frieden zwischen dem Kaiser und Frankreich. Der Augsburger Religionsfrieden wurde schließlich wiederhergestellt und ein friedliches Zusammenleben zwischen den Katholiken und Protestanten wurde ermöglicht. Der [[Westfälischer Friede]] war der größte Friedenskongress der Neuzeit, der auch den Grundstein für die Zukunft Europas legte. Als Ergebnisse des Krieges bekamen Niederlande und die Schweiz ihre Unabhängigkeit, die Position des Habsburger Kaisers wurde geschwächt, er blieb jedoch Kaiser. Deutschland bekam eine neue Struktur mit einer langen Dauerhaftigkeit, Spanien hingegen verlor seine Machtposition. Frankreich und Schweden gingen gestärkt aus dem Krieg hervor. Schweden bekam Teile des Reiches im Norden und Frankreich die Bistümer in Lothringen. Für Frankreich war der Frieden die Grundlage für den späteren Aufstieg zur führenden Großmacht in Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Folgen des Krieges und unter anderem auch durch die Folgen der Finanzierungsmethode entstand zwischen den Jahren 1618 und 1648 ein ungefährer Bevölkerungsrückgang von 18.000.000 auf 12.000.000 Menschen. Erst im 18. Jahrhundert erreichte Deutschland erneut den Bevölkerungsstand vom Jahr 1618.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dreißigjähriger Krieg als Name===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Dreißigjähriger Krieg wurde laut verschiedenen Quellen schon kurz nach dem Westfälischen Frieden benutzt. Wahrscheinlich ist hierbei, dass die Dauer des Krieges die günstigste Bezeichnung war, da es sich auch um eine runde Zahl handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einzelnachweise===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg Hier geht es zur Wikipedia-Webseite]&lt;br /&gt;
[https://www.planet-wissen.de/geschichte/neuzeit/der_dreissigjaehrige_krieg/index.html Hier geht es zur Planet-Wissen-Webseite]&lt;br /&gt;
[https://www.studysmarter.de/schule/geschichte/fruehe-neuzeit/dreissigjaehriger-krieg/ Hier geht es zur Studysmarter-Webseite]&lt;br /&gt;
[https://www.xn--dreissigjhriger-krieg-e2b.de/ Hier geht es zur Dreissigjähriger-Krieg-Webseite]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jasmin.B.</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Dreißigjähriger Krieg</title>
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		<updated>2022-11-23T14:50:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jasmin.B.: Die Seite wurde neu angelegt: „==Dreißigjähriger Krieg==  Der '''Dreißigjährige Krieg''' von 1618 bis 1648 war ein Konflikt um die Führung im Heiligen Römischen Reich und in Europa. Durch die Religionsstreitigkeiten ging der Krieg hervor, endete jedoch als Territorialkrieg, in dem sich dann europäische Großmächte einmischten. Beteiligt an dem Krieg waren der habsburgische Kaiser des Reiches und dessen spanische Verwandte sowie die Herrscher Dänemarks, Schwedens, der Niederlan…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Dreißigjähriger Krieg==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Dreißigjährige Krieg''' von 1618 bis 1648 war ein Konflikt um die Führung im Heiligen Römischen Reich und in Europa. Durch die Religionsstreitigkeiten ging der Krieg hervor, endete jedoch als Territorialkrieg, in dem sich dann europäische Großmächte einmischten. Beteiligt an dem Krieg waren der habsburgische Kaiser des Reiches und dessen spanische Verwandte sowie die Herrscher Dänemarks, Schwedens, der Niederlande und Frankreichs. Erst durch den europäischen [[Friedenskongress]] von [[Münster]] und [[Osnabrück]] zwischen den Jahren 1641 und 1648 konnte der Krieg beendet werden. Der Dreißigjährige Krieg ist in der Geschichte als eines der längsten und blutigsten Kriegen Europas eingegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte und Auslöser für den Krieg===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1517 wurde die römisch-katholische Kirche zwischen Katholiken und Protestanten gespaltet. Durch das Reichsgesetz Augsburger Religionsfrieden aus dem Jahr 1555 erhielt jeder Fürst die Erlaubnis zur freien Religionsausübung in seinem Land. Da jedoch die Kaiser des Heiligen Römischen Reiches überwiegend aus dem katholisch geprägten Adelsgeschlecht der Habsburger stammen, wurde der Religionsfrieden im späten 16. Jahrhundert immer weniger geschätzt. Somit entstand die Vereinigung der Protestantischen Union und die Gegenbewegung der Katholischen Liga. Durch den Religionskonflikt war nun das Reich in zwei Spalten geteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Böhmen war zum Größtenteils protestantisch und hatte die entscheidende Stimme für die Königswahl, woran sich der Adel störte. Der damalige herrschende Kaiser akzeptierte die Glaubensfreiheit nicht und versuchte, die Bevölkerung mithilfe des Landesherren Ferdinand erneut zu katholisieren. Am 23. Mai 1618 kam es dann zu einer Eskalation zwischen den Protestanten und den katholischen Machthabern, und somit auch zu dem entscheidenden Auslöser für den Dreißigjährigen Krieg, dem sogenannten Prager Fenstersturz. Die böhmischen Stände verbündeten sich zum Widerstand und stürzten die drei königlichen Statthalter gewaltsam 17 Meter aus dem Fenster. Alle Drei konnten den Sturz überleben. Einige der möglichen Gründe dafür könnten ihre dicken Mäntel und die Tatsache, dass sie sich teilweise noch festklammern konnten, sein. Außerdem wäre es möglich, dass die nach außen hin schräge Wand zugutekam. Die Legende, sie seien auf einem Misthaufen gelandet, konnte bis heute nicht belegt werden und gilt als unwahrscheinlich. Die Widerstandskämpfer versuchten sie anschließend mit Schüssen zu ermorden, doch die Statthalter konnten fliehen. Obwohl der Fenstersturz wie eine plötzliche Tat aussah, war er wahrscheinlich geplant. Der Kaiser sah darin einen Angriff auf sich selbst und wertete ihn daher auch als Kriegserklärung. Im Jahr 1619 wurde Ferdinand II. zum Kaiser und reagierte mit Waffengewalt auf seine Entlassung als Landesherr. Unterstützung bekam er dabei von Spanien und dem Herzog Maximilian von Bayern. Nach der Schlacht am Weißen Berg in der Nacht vom 8. November 1620 eroberten sie Böhmen zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Ausweitung des Krieges===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die militärische Abhängigkeit des Kaisers von anderen Fürsten, weitete sich der Krieg auf Europa aus. Für die Unterstützung des Kaisers verlangte der spanische König Philipp IV. für seine Dienste einen Teil der Pfalz, Frankreich wollte jedoch nicht, dass sich die Spanier an ihrer Ostgrenze festsetzten. Die Lage in Europa verschärfte sich, da das katholische Lager nach der Schlacht am Weißen Berg deutlich gestärkt war. Somit wendeten sich die Protestanten an Dänemark. König Christian IV. von Dänemark war 1625 mit seinen Geldmitteln in der Lage, einen Krieg gegen die Katholische Liga zu führen, wurde jedoch 1629 geschlagen. Da auch Schweden ein starkes katholisches Lager verhindern wollte, aber jedoch nicht an der Seite Dänemarks gekämpft hätte, nutzte Gustav Adolf von Schweden 1630 die Gelegenheit, um einzugreifen. Das katholische Frankreich unterstützte aus staatspolitischen Gründen die Seite der Protestanten, zunächst nur finanziell, 1635 jedoch auch aktiv. Durch die militärische Unterstützung von privaten Kriegsunternehmern wie Tilly nahm Kaiser Ferdinand II. an Macht zu, wodurch er 1629 das Restitutionsedikt erlassen konnte, das die Regelungen des Augsburger Religionsfrieden außer Kraft setzte und zu Gunsten der Katholiken änderte. Der starke Machtgewinn Kaiser Ferdinands II. gefiel vielen nicht. Einige katholische Fürsten stellten sich gegen ihn und der katholische Maximilian von Bayern verbündete sich zudem mit Frankreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Ausbeutung der Bevölkerung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der hohen Kosten des Krieges musste eine passende Form der Finanzierung gefunden werden. Als Dänemark in den Krieg zog, nahm dessen König das Angebot des Feldherren Albrecht von Wallenstein an, auf eigene Kosten eine Armee aufzustellen. Wallenstein führte das sogenannte System der Kontributionen ein, indem die Bevölkerung gezwungen wurde mit Bargeld zu bezahlen. Zu Beginn funktionierte das System, doch je länger der Krieg dauerte und als andere Kriegsparteien dieses Zahlungssystem kopierten, desto stärker wurde die Ausbeutung. Als Folge dessen kam es zu Armut, Leid, Hungersnot und ein Rückgang der deutschen Bevölkerung um ein Drittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Westfälischer Friede und die Kriegsfolgen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1643 kamen Gesandte aus den kriegsführenden Ländern in Münster und Osnabrück zusammen, um einen Frieden auszuhandeln. Unter ungünstigen Bedingungen kamen Gesandte unterschiedlicher Nationen zusammen, sodass eine gemeinsame Sprache gefunden werden und über die Mediatoren übersetzt und weitergegeben musste, während zur gleichen Zeit der Krieg weiterhin bestehen blieb. Erst am 24. Oktober 1648 wurden schließlich zwei Friedensverträge unterzeichnet. Der eine Vertrag bezog sich auf den Frieden zwischen dem Kaiser, dem Reich und Schweden, der andere Vertrag auf den Frieden zwischen dem Kaiser und Frankreich. Der Augsburger Religionsfrieden wurde schließlich wiederhergestellt und ein friedliches Zusammenleben zwischen den Katholiken und Protestanten wurde ermöglicht. Der [[Westfälischer Friede]] war der größte Friedenskongress der Neuzeit, der auch den Grundstein für die Zukunft Europas legte. Als Ergebnisse des Krieges bekamen Niederlande und die Schweiz ihre Unabhängigkeit, die Position des Habsburger Kaisers wurde geschwächt, er blieb jedoch Kaiser. Deutschland bekam eine neue Struktur mit einer langen Dauerhaftigkeit, Spanien hingegen verlor seine Machtposition. Frankreich und Schweden gingen gestärkt aus dem Krieg hervor. Schweden bekam Teile des Reiches im Norden und Frankreich die Bistümer in Lothringen. Für Frankreich war der Frieden die Grundlage für den späteren Aufstieg zur führenden Großmacht in Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Folgen des Krieges und unter anderem auch durch die Folgen der Finanzierungsmethode entstand zwischen den Jahren 1618 und 1648 ein ungefährer Bevölkerungsrückgang von 18.000.000 auf 12.000.000 Menschen. Erst im 18. Jahrhundert erreichte Deutschland erneut den Bevölkerungsstand vom Jahr 1618.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Dreißigjähriger Krieg als Name===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Dreißigjähriger Krieg wurde laut verschiedenen Quellen schon kurz nach dem Westfälischen Frieden benutzt. Wahrscheinlich ist hierbei, dass die Dauer des Krieges die günstigste Bezeichnung war, da es sich auch um eine runde Zahl handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einzelnachweise===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg Hier geht es zur Wikipedia-Webseite]&lt;br /&gt;
[https://www.planet-wissen.de/geschichte/neuzeit/der_dreissigjaehrige_krieg/index.html Hier geht es zur Planet-Wissen-Webseite]&lt;br /&gt;
[https://www.studysmarter.de/schule/geschichte/fruehe-neuzeit/dreissigjaehriger-krieg/ Hier geht es zur Studysmarter-Webseite]&lt;br /&gt;
[https://www.xn--dreissigjhriger-krieg-e2b.de/ Hier geht es zur Dreissigjähriger-Krieg-Webseite]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jasmin.B.</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://friedenswiki-muenster.de/index.php?title=Toleranz_durch_Dialog&amp;diff=338</id>
		<title>Toleranz durch Dialog</title>
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		<updated>2022-11-10T18:00:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jasmin.B.: Die Seite wurde neu angelegt: „==Toleranz durch Dialog==  '''Toleranz durch Dialog''' (span.: ''Diálogo – Tolerancia'') ist eine Skulptur aus dem Jahr 1992, die von dem spanisch-baskischen Bildhauer Eduardo Chillida geschaffen wurde und seit dem Jahr 1993 zu Ehren der 200-Jahr-Feier der Stadt und zum 350. Jahrestag der Aufnahme der Friedensverhandlungen im Innenhof des Münsteraner Rathauses aufgestellt wurde.  ===Skulptur===  Die Skulptur besteht aus zwei L-förmigen Objekten a…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Toleranz durch Dialog==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Toleranz durch Dialog''' (span.: ''Diálogo – Tolerancia'') ist eine Skulptur aus dem Jahr 1992, die von dem spanisch-baskischen Bildhauer Eduardo Chillida geschaffen wurde und seit dem Jahr 1993 zu Ehren der 200-Jahr-Feier der Stadt und zum 350. Jahrestag der Aufnahme der [[Friedensverhandlungen]] im Innenhof des Münsteraner Rathauses aufgestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Skulptur===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Skulptur besteht aus zwei L-förmigen Objekten aus Cortenstahl, die zwei gegenüberstehenden Bänke darstellen. Die Größe der Objekte betragen jeweils 283 cm in der Breite und 110 cm in der Höhe. Der Abstand zwischen beiden Bänken liegt bei 124 cm, wie auch die Tiefe der Stütze und der Fläche. Das Gesamtgewicht der Skulptur beträgt etwa 18 Tonnen. In der Größe gleich, sind sie vom Aufbau jedoch unterschiedlich. Durch die gleiche feste gegenüberstehende Positionierung treten die Objekte in einen Dialog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hintergrund===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chillida arbeitete bereits in den 1980er Jahren an der Skulptur, da sich aber die Fertigung verspätete, wurde für die zweite Ausstellung der Skulptur-Projekte in Münster im Jahr 1987 die Skulptur Monument für die Toleranz (span.: ''Monumento a la Tolerancia'') mit einem ähnlichen Thema aus Sevilla in Spanien ausgeliehen. Laut einer anderen Erzählung fragte der damalige Oberbürgermeister Jörg Twenhöven Chilida, ob diese Skulptur nicht in Münster bleiben könne. Chillida lehnte freundlich ab, da er aber sich durch den historischen Ort der alten Ratskammer im Friedenssaal des Rathauses inspiriert fühlte, erklärte er sich bereit, für Münster eine thematisch ähnliche Skulptur zu schaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genaue Idee für die Skulptur findet sich in Chillidas Vorstellung, dass die Vertreter der verfeindeten Parteien des [[Friedenskongresses]], der von 1643 bis 1648 dauerte und den [[Dreißigjährigen Krieg]] beendete, auf den Bänken des Saales sich gegenübersaßen und im aufregenden Dialog miteinander verhandelten. Die gegenüberstehen Bänke sollen somit symbolisieren, dass die Sitzenden sich unterhalten, also einen Dialog führen können, jedoch keine Kriege. Zudem verdeutlicht die Schwere der beiden Bänke die grundliegende Bedeutung des Friedensvertrages von 1648. Chillida wollte seine Skulptur aus dem Raum des Friedenssaales hinter dem Rathaus ins Freie stellen, um durch das Licht und den Schatten eine Verbindung zwischen den Bänken herzustellen. Da ihm allerdings die Gestaltung des Hinterhofes nicht gefiel, wurde der spanische Architekt Joaquin Montero deshalb beauftragt, den Innenhof für die zu erwartende Skulptur neu zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aufstellung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Dienstag, dem 18. Mai 1993, wurde die Skulptur in Anwesenheit des Bildhauers, des baskischen Kultusministers und dem damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker sowie dem Oberbürgermeister Jörg Twenhöven pünktlich zur 1200-Jahr-Feier der Stadt und zum 350. Jahrestag der Aufnahme der Verhandlungen zum [[Westfälischen Frieden]] an ihren Bestimmungsort enthüllt. Bereits am Vortag wurde die Skulptur in schwarzer Folie gehüllt, ausgestellt und für 24 Stunden bewacht. Chillida erklärte seine künstlerischen Vorstellungen und die Entwicklung seiner Ideen durch den Platz an der Rathaus-Rückseite und der Inspiration durch den Friedenssaal. Die Bänke bieten Gelegenheit, zum Sitzen und sich zu unterhalten. Ob die Bänke möglicherweise zu unbequem seien, um auf ihnen zu sitzen, erläuterte Chillida: ''Sie sind nicht dafür bestimmt, Körper aufzunehmen, sondern Ideen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reaktionen und ein möglicher Verkauf===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Skulptur bot in Münster Anlass zu kontroversen Diskussionen. Es gab gespaltene Ansichten zwischen den Münsteranern. Die eine Gruppe sah in der Skulptur die große historische Bedeutung für die Stadt Münster, die andere Gruppe hatte nichts Wertschätzendes für die Skulptur übrig und kritisierte die teuren Kosten. Die verschiedenen Meinungen zu der Skulptur blieben bis heute, jedoch wird sie von der Mehrheit bewundert. So ist sie ein beliebtes Ziel bei Stadtführungen, und für manche Kunstreisende. Erfahrene Kunstsachverständige sind der Meinung, dass Chillidas Skulptur eine der drei herausragenden Großskulpturen in Münster sei.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2014 wurden Absichten zum Verkauf der Skulptur im Zusammenhang mit der Auflösung der WestLB, eine international tätige Landesbank, auf dem freien Kunstmarkt bekannt, die Unruhe in der Öffentlichkeit und Politik auslösten. 2016 kaufte die Stiftung „Kunst im Landesbesitz“ viele der Werke aus dem Besitz der WestLB, so soll sie auch die Chillida-Skulptur gekauft haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einzelnachweise===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz_durch_Dialog  Hier geht es zur Wikipedia-Webseite]&lt;br /&gt;
[https://wiki.muenster.org/index.php/Toleranz_durch_Dialog  Hier geht es zur Wiki.Münster-Webseite]&lt;br /&gt;
[https://nrw-skulptur.net/skulptur/toleranz-durch-dialog/  Hier geht es zur NRW-Skulptur-Webseite]&lt;br /&gt;
[https://www.stadt-muenster.de/ms/strassennamen/toleranz_durch_dialog.html  Hier geht es zur Stadt-Münster-Webseite]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jasmin.B.</name></author>
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		<id>https://friedenswiki-muenster.de/index.php?title=Benutzerin:Jasmin.B.&amp;diff=302</id>
		<title>Benutzerin:Jasmin.B.</title>
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		<updated>2022-11-09T16:11:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jasmin.B.: Die Seite wurde geleert.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jasmin.B.</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://friedenswiki-muenster.de/index.php?title=Benutzerin:Jasmin.B.&amp;diff=301</id>
		<title>Benutzerin:Jasmin.B.</title>
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		<updated>2022-11-09T16:09:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jasmin.B.: Die Seite wurde neu angelegt: „==Toleranz durch Dialog==  '''Toleranz durch Dialog''' (span.: ''Diálogo – Tolerancia'') ist eine Skulptur aus dem Jahr 1992, die von dem spanisch-baskischen Bildhauer Eduardo Chillida geschaffen wurde und seit dem Jahr 1993 zu Ehren der 200-Jahr-Feier der Stadt und zum 350. Jahrestag der Aufnahme der Friedensverhandlungen im Innenhof des Münsteraner Rathauses aufgestellt wurde.  ===Skulptur===  Die Skulptur besteht aus zwei L-förmigen Objekten a…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Toleranz durch Dialog==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Toleranz durch Dialog''' (span.: ''Diálogo – Tolerancia'') ist eine Skulptur aus dem Jahr 1992, die von dem spanisch-baskischen Bildhauer Eduardo Chillida geschaffen wurde und seit dem Jahr 1993 zu Ehren der 200-Jahr-Feier der Stadt und zum 350. Jahrestag der Aufnahme der [[Friedensverhandlungen]] im Innenhof des Münsteraner Rathauses aufgestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Skulptur===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Skulptur besteht aus zwei L-förmigen Objekten aus Cortenstahl, die zwei gegenüberstehenden Bänke darstellen. Die Größe der Objekte betragen jeweils 283 cm in der Breite und 110 cm in der Höhe. Der Abstand zwischen beiden Bänken liegt bei 124 cm, wie auch die Tiefe der Stütze und der Fläche. Das Gesamtgewicht der Skulptur beträgt etwa 18 Tonnen. In der Größe gleich, sind sie vom Aufbau jedoch unterschiedlich. Durch die gleiche feste gegenüberstehende Positionierung treten die Objekte in einen Dialog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hintergrund===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chillida arbeitete bereits in den 1980er Jahren an der Skulptur, da sich aber die Fertigung verspätete, wurde für die zweite Ausstellung der Skulptur-Projekte in Münster im Jahr 1987 die Skulptur Monument für die Toleranz (span.: ''Monumento a la Tolerancia'') mit einem ähnlichen Thema aus Sevilla in Spanien ausgeliehen. Laut einer anderen Erzählung fragte der damalige Oberbürgermeister Jörg Twenhöven Chilida, ob diese Skulptur nicht in Münster bleiben könne. Chillida lehnte freundlich ab, da er aber sich durch den historischen Ort der alten Ratskammer im Friedenssaal des Rathauses inspiriert fühlte, erklärte er sich bereit, für Münster eine thematisch ähnliche Skulptur zu schaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genaue Idee für die Skulptur findet sich in Chillidas Vorstellung, dass die Vertreter der verfeindeten Parteien des [[Friedenskongresses]], der von 1643 bis 1648 dauerte und den [[Dreißigjährigen Krieg]] beendete, auf den Bänken des Saales sich gegenübersaßen und im aufregenden Dialog miteinander verhandelten. Die gegenüberstehen Bänke sollen somit symbolisieren, dass die Sitzenden sich unterhalten, also einen Dialog führen können, jedoch keine Kriege. Zudem verdeutlicht die Schwere der beiden Bänke die grundliegende Bedeutung des Friedensvertrages von 1648. Chillida wollte seine Skulptur aus dem Raum des Friedenssaales hinter dem Rathaus ins Freie stellen, um durch das Licht und den Schatten eine Verbindung zwischen den Bänken herzustellen. Da ihm allerdings die Gestaltung des Hinterhofes nicht gefiel, wurde der spanische Architekt Joaquin Montero deshalb beauftragt, den Innenhof für die zu erwartende Skulptur neu zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aufstellung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Dienstag, dem 18. Mai 1993, wurde die Skulptur in Anwesenheit des Bildhauers, des baskischen Kultusministers und dem damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker sowie dem Oberbürgermeister Jörg Twenhöven pünktlich zur 1200-Jahr-Feier der Stadt und zum 350. Jahrestag der Aufnahme der Verhandlungen zum [[Westfälischen Frieden]] an ihren Bestimmungsort enthüllt. Bereits am Vortag wurde die Skulptur in schwarzer Folie gehüllt, ausgestellt und für 24 Stunden bewacht. Chillida erklärte seine künstlerischen Vorstellungen und die Entwicklung seiner Ideen durch den Platz an der Rathaus-Rückseite und der Inspiration durch den Friedenssaal. Die Bänke bieten Gelegenheit, zum Sitzen und sich zu unterhalten. Ob die Bänke möglicherweise zu unbequem seien, um auf ihnen zu sitzen, erläuterte Chillida: ''Sie sind nicht dafür bestimmt, Körper aufzunehmen, sondern Ideen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Reaktionen und ein möglicher Verkauf===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Skulptur bot in Münster Anlass zu kontroversen Diskussionen. Es gab gespaltene Ansichten zwischen den Münsteranern. Die eine Gruppe sah in der Skulptur die große historische Bedeutung für die Stadt Münster, die andere Gruppe hatte nichts Wertschätzendes für die Skulptur übrig und kritisierte die teuren Kosten. Die verschiedenen Meinungen zu der Skulptur blieben bis heute, jedoch wird sie von der Mehrheit bewundert. So ist sie ein beliebtes Ziel bei Stadtführungen, und für manche Kunstreisende. Erfahrene Kunstsachverständige sind der Meinung, dass Chillidas Skulptur eine der drei herausragenden Großskulpturen in Münster sei.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2014 wurden Absichten zum Verkauf der Skulptur im Zusammenhang mit der Auflösung der WestLB, eine international tätige Landesbank, auf dem freien Kunstmarkt bekannt, die Unruhe in der Öffentlichkeit und Politik auslösten. 2016 kaufte die Stiftung „Kunst im Landesbesitz“ viele der Werke aus dem Besitz der WestLB, so soll sie auch die Chillida-Skulptur gekauft haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einzelnachweise===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz_durch_Dialog  Hier geht es zur Wikipedia-Webseite]&lt;br /&gt;
[https://wiki.muenster.org/index.php/Toleranz_durch_Dialog  Hier geht es zur Wiki.Münster-Webseite]&lt;br /&gt;
[https://nrw-skulptur.net/skulptur/toleranz-durch-dialog/  Hier geht es zur NRW-Skulptur-Webseite]&lt;br /&gt;
[https://www.stadt-muenster.de/ms/strassennamen/toleranz_durch_dialog.html  Hier geht es zur Stadt-Münster-Webseite]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jasmin.B.</name></author>
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